Aktuelle Ausgabe | Zeitschrift für kulturmanagement

Zeitschrift für Kulturmanagement 2018 (1)

Inhalt
Editorial

2018

Zur Einführung

STEFFEN HÖHNE / JULIA GLESNER

Zeitschrift für Kulturmanagement 2018 (1), 9-20.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2018-0101
Research Article

2018

Die Neustrukturierung der Altersbeziehung kultureller Partizipation

Ein Langzeitvergleich bundesweiter Bevölkerungsumfragen

KARL-HEINZ REUBAND

Zeitschrift für Kulturmanagement 2018 (1), 23-52.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2018-0102
Zusammenfassung
Auf der Basis bundesweiter, repräsentativer Bevölkerungsumfragen aus den Jahren 1972 und 2016 wird untersucht, wie sich die kulturelle Partizipation der Bürger in Deutschland, in Bezug auf den Besuch von Oper, klassischem Konzert, Theater und Museum, verändert hat. Die Analyse erbringt eine grundlegende Umkehr der Altersbeziehung: während kulturelle Partizipation in den 1970er Jahren unter den Jüngeren stärker verbreitet war als unter den Älteren und mit steigendem Alter abnahm, sind es heutzutage die Älteren, die überproportional an der Hochkultur partizipieren. Kennzeichnend für den Wandel ist ein doppelter, gegenläufiger Prozess: eine Erosion der Partizipation auf Seiten der Jüngeren und ein Zuwachs auf Seiten den Älteren. Er ist partiell als Folge gewandelter altersbezogener Lebensstile zu verstehen, die sich seit den 1950er Jahren im Rahmen einer verstärkten Hinwendung zur Außenwelt in der Gestaltung der eigenen Lebensführung vollzogen haben.
Case Study

2018

Audience development in the migratory society

Insights for cultural institutions based on current research

VERA ALLMANRITTER

Zeitschrift für Kulturmanagement 2018 (1), 55-70.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2018-0103
Abstract
Barely a decade ago cultural management in Germany recognized migrants and their descendants as an important audience segment in the strategic planning of cultural institutions. Since then, empirical audience research has focused on this issue and cultural institutions have been active in trying to develop audience development strategies for this specific group. However, it is clear that many institutions are still facing difficulties while dealing with the subject practically. The aim of this article is to provide a deeper understanding of the issue’s complexity; it wishes to focus on the current state of research in Germany and provide implications for cultural management. It includes the results of a recently published qualitative study of the author that indicates it is the combination of a milieu-oriented and a national/ethnic-based approach that increases the chances of future audience development strategies for the growing target group with a migrant background.
Essay

2018

Rezeptionszentrierung als zentraler strategischer Managementansatz: Implikationen für Forschung, Produktentwicklung und Management

ANNETTE LÖSEKE

Zeitschrift für Kulturmanagement 2018 (1), 71-86.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2018-0104
Zusammenfassung
Der Beitrag vertritt die insbesondere im englischen Sprachraum entwickelte Ansicht, Rezeptionszentrierung als zentralen strategischen Managementansatz zu verstehen und Kulturnutzer in den Mittelpunkt aller managerialen Überlegungen zu stellen. Zu erörtern sind neue Ansätze zur Nutzerforschung jenseits etablierter Methoden zur Profilierung vor allem sozio-demographisch definierter Zielgruppen. Erforscht werden müssten vielmehr die historisch und kulturell kontextualisierten und sich im Zuge digitaler Technologien zunehmend wandelnden Kommunikations- und Rezeptionsprozesse und -praktiken selbst. Der Beitrag schlägt zudem vor, neue Produkte und Formate nicht nur themen-, sondern vor allem rezeptionszentriert zu entwickeln, um aktuellen, sich wandelnden Rezeptionspraktiken gerecht zu werden. Ferner zu erforschen sind dazu Möglichkeiten und Barrieren für die Zusammenarbeit in interdisziplinären Teams, die trotz potenzieller methodischer Konflikte gemeinsam rezeptionszentrierte Produkte entwickeln.
Essay

2018

Möglichkeiten und Grenzen kulturpolitischer Transformation am aktuellen Beispiel Thüringen

TOBIAS J. KNOBLICH

Zeitschrift für Kulturmanagement 2018 (1), 87-102.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2018-0105
Zusammenfassung
Der Beitrag plädiert für Transformationen im Kulturbereich und belegt deren Notwendigkeit am Beispiel des Freistaats Thüringen. Ausgehend von einem neuen kulturpolitischen Narrativ des Wandels, wird die wohlfahrtsstaatliche Haltung eines Wachstums ohne hinreichenden Um- oder Rückbau von Angeboten kritisiert, da sie sowohl die öffentliche Hand überfordert als auch das völkerrechtlich verankerte Ziel kultureller Vielfalt bedroht. Aufgezeigt werden konkrete Bedingungen kommunaler und staatlicher Kulturpolitik im besonders kulturreichen Bundesland Thüringen, hiesige Reformnotwendigkeiten und Beispiele bisherigen Scheiterns und Gelingens. Heuristisch besonders interessant ist der behauptete Reformstau, da er Handlungsoptionen prägnant sichtbar werden lässt.
Essay

2018

Öffentliche Kulturförderung und ihre Nebenfolgen

DIETER HASELBACH

Zeitschrift für Kulturmanagement 2018 (1), 103-118.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2018-0106
Zusammenfassung
Öffentliche Förderung von Kultur wirkt nicht nur bei den Geförderten und ihrem Publikum, sondern hat institutionelle, ökonomische und mentale Nebenfolgen im gesamten Sektor Kunst und Kultur. Diese werden kulturpolitisch unzureichend adressiert. Im Aufsatz werden solche Nebenfolgen exemplarisch an Musikschule und Theater dargestellt. Dabei wird auch gefragt, ob ungewünschte Nebenfolgen durch eine Veränderung der Fördersystematik beherrscht werden können.
Essay

2018

Die digitale Gretchenfrage – Wie hast du’s mit Google?

JULIA GLESNER

Zeitschrift für Kulturmanagement 2018 (1), 119-132.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2018-0107
Zusammenfassung
Die Frage, mit der Goethe Margaretes Bemühen ausdrückte, Faust in Marthens Garten endlich das für sie existenzielle Bekenntnis zum Religiösen abzuringen, ist längst zum Idiom unserer Sprache geworden. Die Wortprägung steht für eine Gewissensfrage, die zu beantworten Unbehagen hervorrufen darf. Margarete stellt ihre Frage, weil sich Faust widersprüchlich verhält. Um eine Gretchenfrage zu beantworten, ist eine eindeutige Werthaltung und Positionierung erforderlich. Eine solche Positionierung müssen Führungskräfte in Kulturbetrieben entwickeln, wenn sie von Google genau das Angebot erhalten, das man nicht ablehnen kann.
Case Study

2018

Stress in Music Managers and Artists: Pilot Study on Czech and Slovak Students

KATEŘINA VAŠÍČKOVÁA / ANDREA MIKOTOVÁB / LUCIE ŠILEROVÁ

Zeitschrift für Kulturmanagement 2018 (1), 133-144.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2018-0108
Abstract
The aim of the presented study was to do a pilot research on the comparison of the incidence of stress in a group of students of music management and art of music. We examined whether artists and music managers differ in the perception of the intensity of stress when playing (working) solo from the intensity when playing (working) in group. Furthermore, we focused on the most common stressors and main stress symptoms among music managers and artists. Total 63 students of music, cultural or art management (average age 28.6 years; 69.8 % were women) and 75 students of art of music (average age 26.7 years; 64 % were women) filled out an online questionnaire in the spring of 2016. The results show that while artists reported higher stress levels when playing solo, music managers reported higher stress levels when working in a group. A closer look showed that while only a few music managers (4,8 %) are intensely stressed when working in a team, a considerable group of artists (26 %) stated that they were most stressed out when playing solo. As their main work stressors artists mentioned blackouts, unpreparedness, and audience, music managers listed flaws in the human factor, time pressure and financial problems. Stress symptoms among artists are mainly physiological and short-term but at the same time intensive, while stress symptoms among music managers are rather long-term and related to psyche, and relationships with others.
Conference Review

2018

Historische Theaterpublikumsforschung. Ein Überblick über neue Untersuchungen

STEFFEN HÖHNE

Zeitschrift für Kulturmanagement 2018 (1), 147-154.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2018-0109
Conference Review

2018

Connected Audience Conference 2017

14.-16. September 2017, Wien

VERA ALLMANRITTER

Zeitschrift für Kulturmanagement 2018 (1), 155-158.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2018-0110
Book Review

2018

Patrick S. FÖHL, Patrick GLOGNER-PILZ (2017): Kulturmanagement als Wissenschaft. Grundlagen – Entwicklungen – Perspektiven. Einführung für Studium und Praxis

Tasos Zembylas

Zeitschrift für Kulturmanagement 2018 (1), 161-165.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2018-0111
Book Review

2018

Gregory SHOLETTE (2017): Delirium and Resistance: Activist Art and the Crisis of Capitalism.

Jakob Wirth

Zeitschrift für Kulturmanagement 2018 (1), 165-172.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2018-0112
Book Review

2018

Christiane SCHÜRKMANN (2017): Kunst in Arbeit. Künstlerisches Arbeiten zwischen Praxis und Phänomen.

Leticia Labaronne

Zeitschrift für Kulturmanagement 2018 (1), 172-174.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2018-0113
Book Review

2018

Thomas RENZ (2016): Nicht-Besucherforschung. Die Förderung kultureller Teilhabe durch Audience Development.

Zugl.: Hildesheim, Univ. Diss., 2015 u. d. T.: Nicht-Besucherforschung als Grundlage von Audience Development – Die Förderung kultureller Teilhabe durch Kulturpolitik und Kulturmanagement.

Manuela Bernecker

Zeitschrift für Kulturmanagement 2018 (1), 174-179.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2018-0114
Book Review

2018

Michael HUBER (2018): Musikhören im Zeitalter Web 2.0 – Theoretische Grundlagen und empirische Befunde.

Moritz Steinhauer

Zeitschrift für Kulturmanagement 2018 (1), 179-181.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2018-0115