Aktuelle Ausgabe | Zeitschrift für kulturmanagement

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/2

202 Seiten

ISBN 978-3-8376-3161-6

E-ISSN 2363-5533

Verlag: transcript

Preis: 34,99 €

Die aktuelle Ausgabe kann beim Verlag bezogen werden.

Inhalt

Call for Papers Journal of Cultural Management: Arts, Economics, Policy

Uncategorized
Editorial | Sprache/Language: Deutsch

2015

Editorial

Steffen Höhne, Martin Tröndle

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/2 (2), 9–10.
Research Article | Sprache/Language: Deutsch

2015

Money Talks

Über die Nichtneutralität von Geld in der Kulturfinanzierung

Thomas Heskia

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/2 (2), 13–49.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0203
Abstrakt / Abstract

Von der Kulturfinanzierung wird oft gefordert, dass sie sich nicht auf die künstlerischen Inhalte niederschlagen darf. Nur so könne die Freiheit der Kunst gewahrt bleiben. Tatsächlich wird von Förderern, Sponsoren und Mäzenen in der Regel behauptet, dass sie objektiv agierten und keinesfalls Einfluss auf künstlerische Inhalte ausübten. Eine solche Verleugnung greift jedoch zu kurz: Finanzierung ist multidirektionale Kommunikation und Geld selbst ein semantisches System. Es transportiert Bedeutung und beeinflusst dadurch stets das Ergebnis kultureller und künstlerischer Produktion. Im Rahmen eines gesellschaftlichen Dreisektorenmodells untersucht der vorliegende Artikel den über das Interaktionsmedium Geld vermittelten Transport von Bedeutungen aus Markt, Staat und Zivilgesellschaft in das gesellschaftliche Teilsystem Kunst.

As freedom of art should not be questioned, cultural financing is required to not interfere with artistic content. Thus, public funders, sponsors and donors claim objectivity, denying any influence. Unconsciously this is never the case: financing is multidirectional communication. Being its medium, money functions as a semantic system transporting meaning. Therefore, it always interacts with cultural and artistic production. Using a 3-sector model of society, this article investigates the transfer of meaning from the spheres of market, state and civil society into art, mediated through money.

Research Article | Sprache/Language: Deutsch

2015

Kulturpolitik in der Demokratie

Monika Mokre

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/2 (2), 51–64.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0204
Abstrakt / Abstract

Der Beitrag fragt, wie sich staatliche Kulturpolitik aus demokratiepolitischer Sicht legitimieren lässt. Diese Frage wird grundsätzlich anhand der bekannten Lincoln-Formel Regierung des Volkes, für das Volk und durch das Volk bearbeitet. Demokratische Gleichfreiheit ist nur auf der Grundlage von Solidarität der Bürger/-innen untereinander und mit dem Staat umsetzbar; Kunst und Kultur können zur Schaffung einer solchen Solidarität beitragen, etwa durch die Konstruktion einer nationalen Kultur. In zeitgenössischen Migrationsgesellschaften ist diese spezifische Leistung von Kunst und Kultur allerdings kritisch zu hinterfragen und neu zu definieren. Auch wird Kunst und Kultur eine Bildungsfunktion zugeschrieben, die auch im politischen Bereich wirksam werden kann und damit „Regierung durch das Volk“ ermöglicht. Schließlich schaffen Kunst und Kultur Räume, in denen unterschiedliche Konzipierungen des Gemeinwohls aufeinandertreffen können, also Vorstellungen dessen, was „Regierung für das Volk“ bedeutet.

Der zweite Teil des Artikels analysiert unterschiedliche Formen der Finanzierung von Kunst und Kultur aus demokratiepolitischer Sicht – Finanzierung durch die öffentliche Hand, Mäzenatentum und Sponsoring, Crowdfunding, Kultur- und Kreativwirtschaft – und konfrontiert auf diese Weise die demokratietheoretischen Überlegungen des ersten Teils mit kulturpolitischer Praxis.

The present article investigates the legitimacy of cultural politics from the perspective of democracy politics. This question is dealt with on the basis of the Lincoln formula, “government of the people, for the people, and by the people.” Democratic equal liberty can only be implemented on the basis of solidarity among citizens and of the citizens towards the state; culture and the arts can contribute to these forms of solidarity, e.g. by constructing national cultures. In contemporary migration societies, this specific achievement of culture and the arts has, however, become doubtful, and has to be re-defined. Furthermore, culture and the arts are said to contribute to civic education, thereby enabling “government by the people”. Finally, culture and the arts create spaces in which conceptions of the public good can be confronted with each other, i.e. different meanings of “government for the people”.

The second part of the article analyses different forms of financing culture and the arts out of the perspective of democracy politics – public financing, philanthropy, sponsoring, crowdfunding, and cultural and creative industries. In this way, the theoretical considerations of the first part are confronted with practices of cultural politics.

Research Article | Sprache/Language: Deutsch

2015

Die Thüringer Kommunen und die Bürde der Kultur

Tobias J. Knoblich

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/2 (2), 65–84.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0205
Abstrakt / Abstract

Der Kulturbereich ist ein sehr frei gestaltbares und für die Identität der Kommunen wichtiges Feld. Dennoch scheinen die Spielräume eng, regiert ein starker Haushaltsdruck. Der Beitrag zeigt die Ursachen dessen, diskutiert Reformstaus und Handlungsoptionen, die auch die Rolle der Länder und speziell die Thüringer Situation beleuchten. Er plädiert für ein System, bei dem alle Ebenen von Kulturpolitik besser ineinandergreifen, und setzt sich für konzeptbasiertes Arbeiten ein. Schließlich bietet er einige Thesen zum neuen Landeskulturkonzept Thüringens an.

The cultural sector is a field offering a high degree of individual conception and is thus crucial to a municipality’s identity. Its scope, nonetheless, appears increasingly narrowed by budgetary strains. This article identifies causes of this situation, debates reform logjams and presents courses of action that also illuminate the role of the ‘Länder’ (federal states) and especially the situation in Thuringia. It argues for a system to better interlock all levels of cultural policy, and advocates a more concept-based work approach. Ultimately, it offers some theses on the new Thuringian Cultural Concept.

Research Article | Sprache/Language: Deutsch

2015

Das ‚hohe Kulturgut deutscher Musik‘ und das ‚Entartete‘

Über die Problematik des Kulturorchester-Begriffs

Lutz Felbick

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/2 (2), 85–115.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0206
Abstrakt / Abstract

Für die Sicherstellung einer nachhaltigen Musikpflege werden in Deutschland Mittel durch die öffentlichen Haushalte bereitgestellt. Zur Stabilität des Musiklebens tragen weiterhin tarifliche Absicherungen für die Mitglieder von Sinfonieorchestern bei. In größeren Städten werden die kommunalen Mittel für Musikförderung vor allem für diese Klangkörper eingesetzt, die schwerpunktmäßig die großen Orchesterwerke des 19. Jahrhunderts aufführen. Die existenzielle Absicherung von anderen Kulturschaffenden, die sich z. B. der großen Bandbreite früherer Musikepochen oder der musikalischen Vielfalt des 20./21. Jahrhunderts inklusive des Jazz widmen, spielt in der Kulturpolitik eine untergeordnete Rolle. Ein wichtiger historischer Meilenstein für die Entwicklung dieses kulturpolitischen Profils ist in der Etablierung des deutschen ‚Kulturorchestersystems‘ zu suchen, welches seit 1938 kontinuierlich ausgebaut wurde.

In diesem Beitrag wird die Begriffsgeschichte des ‚Kulturorchesters‘ skizziert. Dieser Abgrenzungsbegriff wurde während der Amtszeit des Präsidenten der Reichsmusikkammer, Peter Raabe, zum rechtlichen Terminus erhoben. Der Ausdruck impliziert den damaligen Kulturbegriff, insbesondere die musikideologischen Anschauungen Raabes. Angesichts dieses historischen Befundes kommt die Studie zu dem Ergebnis, der Begriff des ‚Kulturorchesters‘ sei nicht mehr tragbar. Die Analyse führt zwangsläufig auch zu der Fragestellung, warum nach 1945 eine grundsätzliche Kurskorrektur in der Verteilung öffentlicher Mittel zugunsten der Förderung von musikalischer Vielfalt ausblieb.

In Germany there is a long tradition of public funding of musical culture. Further support is given by collective agreements for the members of symphony orchestras. In larger cities, municipal funds for music promotion are mainly used for those orchestras who emphasize the performance of major orchestral works of the 19th century. The existential security of other artists plays a minor role in the concept of cultural policy, for example, musicians who specialize in a wide range of earlier musical eras or are focused on the musical diversity of the 20th/21st century, including jazz. An important historical milestone for the development of the German cultural profile was the establishment of the ‘Kulturorchestersystem’, which has been continually expanded since 1938.

In this paper the history of the expression ‘Kulturorchester’ is outlined. The term implies the former concept of culture, especially the ideological beliefs of Peter Raabe, who was President of the Nazi institution ‘Reichsmusikkammer’. In Raabe’s tenure this term was raised to a legal concept. Given these historical findings, the study concludes that the use of the legal Nazi term ‘Kulturorchester’ is no longer acceptable. The analysis leads inevitably to the question of why after 1945 the policy has failed to enforce a fundamental course correction in the distribution of public funds for the development of musical diversity.

Conference Review | Sprache/Language: Deutsch

2015

Die Zukunft beginnt heute!

Strategien für die Kulturszene Schweiz Tagung des Studienzentrums Kulturmanagement der Universität Basel

Brigitte Schaffner

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/2 (2), 119–125.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0207
Conference Review | Sprache/Language: Deutsch

2015

„Was alle angeht. Oder: Was ist heute populär?“

Reflexionen zur Jahrestagung der Dramaturgischen Gesellschaft aus Perspektive des Kulturmanagements

Birgit Mandel

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/2 (2), 127–135.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0208
Conference Review | Sprache/Language: Deutsch

2015

Jenseits des standardisierten Fragebogens

Workshop der Arbeitsgemeinschaft ‚Methoden der empirischen (Kulturnutzer-)Forschung‘ des Fachverbands Kulturmanagement am 26.02.2015

Thomas Renz, Vera Allmannritter

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/2 (2), 137–140.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0209
Conference Review | Sprache/Language: Deutsch

2015

Visitor Studies Group Conference

Visitor Studies: Embracing Change? 4.-5. März 2015, London

Vera Allmannritter, Annette Löseke

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/2 (2), 141–143.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0210
Book Review | Sprache/Language: Deutsch

2015

Zeitschriften Review 2013-2014

Diskurse, Daten, Methoden – Journals im Feld der Kultursoziologie

Karen van den Berg, Tasos Zembylas

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/2 (2), 147–153.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0211
Book Review | Sprache/Language: Deutsch

2015

Aktuelle Einsichten in das Kulturmarketing

Studien, Fakten und Erkenntnisse

Sigrid Bekmeier-Feuerhahn, Ulrike Adam, Nadine Ober-Heilig

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/2 (2), 155–63.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0212
Editorial | Sprache/Language: Deutsch

2015

Editorial

Steffen Höhne, Martin Tröndle

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/1 (1), 9–12.
Essay | Sprache/Language: Deutsch

2015

Dispositive der Kulturfinanzierung

Verena Teissl

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/1 (1), 15–28.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0103
Abstrakt / Abstract

Ausgehend von zwei theoretischen Ansätzen Michel Foucaults stehen die Anordnungen von Macht und Wissen bezüglich Kulturfinanzierung im Mittelpunkt: Das Dispositiv als Netz von Diskursen und Institutionen wird ebenso als Matrix für die Analyse von Kulturangebotslandschaft verwendet wie Foucaults Ansatz einer genealogischen Betrachtung, um Veränderungsprozesse als Ergebnisse von „produktivem Widerstand“ gegen Machtdispositive herauszulösen. Als Beispiel dient die österreichische Entwicklung privatrechtlich-gemeinnütziger Kultureinrichtungen. Allgemeinere Fragen beziehen sich auf die Implikationen von Kulturbegriffsdefinitionen und den Diskurs zur „Freiheit der Kunst“.

Based on two theoretical concepts by Michel Foucault, dispositive factors of cultural funding are analyzed. Foucault emphasized that the “dispositive,” as a network of discourses and institutions, is best analyzed through genealogic research, excavating settings of power and influences that modify the operative mode of a “dispositif” in power. The Austrian development of private non-profit cultural organizations is analyzed as an example. More general frames to the subject are given by referring to the controversial discourse about “freedom of expression in the arts” as well as sociopolitical tasks of art and cultural organizations.

Research Article | Sprache/Language: Deutsch

2015

Kulturfinanzierung, Governance und Demokratie

Mehr Partizipation wagen?

Anke Schad

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/1 (1), 29–51.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0104
Abstrakt / Abstract

Die Frage der Verteilungsgerechtigkeit ist eine entscheidende Zukunftsfrage für die Legitimation öffentlich geförderter Kultur. In partizipationsorientierten kulturpolitischen Verfahren droht die Gefahr, dass Engagement und Gestaltungswille gegen Sparzwang und politisches Kalkül ausgespielt werden. Der Beitrag schildert vorwiegend theoriebasiert, welche Chancen und Herausforderungen in (lokalen) ‚Cultural Governance‘-Verfahren auftreten, wie die Voraussetzungen geschaffen werden können, damit eine partizipative kulturpolitische Planung gelingen kann, und welche Forschungsansätze geeignet erscheinen.

The question of distributive justice is decisive for the future of public funding for culture. In participatory cultural policy-making, e.g. cultural developmental planning, citizen engagement is threatened to be played out against austerity and politically-calculated, top-down decision making. This contribution takes a mainly theory-based perspective, dealing with advantages and challenges inherent in (local) cultural governance.

Research Article | Sprache/Language: English

2015

The Income Standard for the Performing and Visual Arts in the Netherlands

A Simple Indicator of Financial Performance or a Transition to Another Mode of Supporting Non-profit Organizations?

Ellen Loots

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/1 (1), 53–74.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0105
Abstrakt / Abstract

Probably the most prevalent indicator of the financial performance of non profit arts organizations is their ability to attract private funding. Therefore, the Dutch government introduced the so-called ‘income standard’. In this contribution, we explore the income standard as a mechanism to leverage private support for the arts and discuss some of its implications. Not only may the income standard – which is based on a matching principle – be a precursor of a different mode of financing non-profits in Europe; it may also raise conflicts with other organizational and policy goals, and as such jeopardize the non-profit form of organizing the arts.

Research Article | Sprache/Language: Deutsch

2015

Crowdfunding

Neue Finanzierungsform für kulturelle Projekte oder Medienhype?

Martin Lücke

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/1 (1), 75–93.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0106
Abstrakt / Abstract

Seit einigen Jahren ist das Thema Crowdfunding als alternative Finanzierungsform auch im Kulturbereich präsent. Plattformen wie Kickstarter oder Startnext ermöglichen Künstlern, Projekte mit Hilfe seiner „Crowd“ finanzieren zu lassen, wodurch der Einzelne zum Förderer und Investor wird. In diesem Beitrag geht es zunächst um die grundlegende Funktionsweise des Crowdfunding sowie den Möglichkeiten aber auch Problemen, die hierbei entstehen können. Im Zentrum steht dabei die Frage, welche Rolle Crowdfunding auf längere Sicht im Finanzierungsmix von Kulturprojekten haben wird.

For several years, the topic of crowdfunding is present in cultural fields as an alternative form of financing. Platforms such as Kickstarter or Startnext enable artists to realize projects with the financial support of their “crowd”, through which the individual becomes sponsor and investor. This paper deals with the basic function of crowdfunding, including its advantages as well as problems that may occur. The question of what role crowdfunding will have in the financing mix of cultural projects in the longer term will be a central concern of this study.

Research Article | Sprache/Language: English

2015

Film (Co)Production in Latin America and European Festivals

The Cases of Production Companies Fabula & Control Z

Minerva Campos

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/1 (1), 95–108.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0107
Abstrakt / Abstract

In the context of peripheral cinematographies, in which film festivals offer grants for production or distribution, there are production companies interested in taking part in the funding subcircuit created by these international events. These are films that, in addition to being supported by the international film festival circuit, are premiered in this same context. As the recipients of several important awards. Control Z (based in Uruguay) and Fábula (in Chile) are two clear examples of companies that are creating their own filmographies since the beginning of 2000s within the production subcircuit launched by festivals during the last decade.

| Sprache/Language: Deutsch

2015

Diskussionsmatrix zur Kufsteiner Jahrestagung des Fachverbands Kulturmanagement, 2014

Adelheid Mers

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/1 (1), 109.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0108
Essay | Sprache/Language: Deutsch

2015

Alles gut?!

Hermann Voesgen

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/1 (1), 113–127.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0109
Abstrakt / Abstract

Kulturmanagement hat mit seinen positiven, lösungsorientierten Haltungen wesentlich dazu beigetragen, den Kulturbetrieb zu öffnen und zu erweitern. Inzwischen sind die Verfahren und Instrumente des Kulturmanagements unverzichtbar für die Initiierung und Implementierung von Wachstumsprozessen in den kreativen Bereichen. Die aktuelle Kritik an den Wachstums-, Beschleunigungs- und Innovationszwängen stellt auch die Praxis des Kulturmanagement infrage. Selbstkritik, die Reflexion der gesellschaftlichen Position des Faches ist daher angesagt.

Through the use of positive, solution-oriented perspectives, cultural management has contributed significantly to opening and expanding the cultural industry. Meanwhile, the methods and instruments of cultural management are essential for the initiation and implementation of growth processes in the creative sector. The current criticism of this pressure for growth, acceleration, and innovation also questions the practice of cultural management. This paper calls for self-criticism, or the act of reflection on the social position of the subject.

Research Article | Sprache/Language: Deutsch

2015

Der Einfluss neuer Medienpraktiken auf die Steuerung von kultureller Bildung in der Schule

Andreas Hiller

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/1 (1), 129–162.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0110
Abstrakt / Abstract

Seit der Verbreitung des Internets gibt es Transformationen bei jugendlichen Medienpraktiken. Einerseits wächst der Spielraum für die Selbststeuerung an den Schulen, andererseits findet eine Entwertung verbindlicher materialer Bildungsinhalte statt. Betrachtet man das Internet heute als Leitmedium der Wissensgesellschaft, schwächt sich gleichzeitig die Position staatlicher Bildungsmedien ab. Die Tendenz zu selbstgesteuertem Lernen fördert den Erfolg von Internetmedien an Schulen, aber auch die Fragmentierung von Wissen. Daher riskiert heute der Staat sein Bildungsmonopol zu verlieren.

Since the rise of the Internet, there have been transformations in media practices of teenagers. On the one hand, the scope for self-regulation at schools has been growing, whereas on the other hand, there has been a devaluation of compulsory material knowledge. Ranking now the Internet as the key media in our knowledge-based society, the position of state-controlled media in educational contexts has been weakened. The development towards self-regulated learning stimulates the success of Internet media at school as well as a fragmentation of knowledge. Today, the state risks losing its monopoly in education.

Conference Review | Sprache/Language: Deutsch

2015

Dispositive der Kulturfinanzierung – Strukturen der Kulturfinanzierung und ihre Konsequenzen für Kulturproduktion und -rezeption

8. Jahrestagung des Fachverbandes Kulturmanagement an der Fachhochschule Kufstein Tirol (16.-18.01.2014)

Verena Teissl, Susanne Fenkart, Esther Strauss

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/1 (1), 163–171.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0111
Essay | Sprache/Language: Deutsch

2015

Gefangene der guten Absicht

Pius Knüsel

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/1 (1), 173–187.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0112
Book Review | Sprache/Language: Deutsch

2015

Klaus von BEYME: Kulturpolitik in Deutschland. Von der Staatsförderung zur Kreativwirtschaft

Steffen Höhne

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/1 (1), 191–193.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0113
Book Review | Sprache/Language: Deutsch

2015

Josef LIMPER und Martin LÜCKE: Musikmanagement in der Musikwirtschaft Bastian LANGE, Hans-Joachim BÜRKNER und Elke SCHÜSSLER (Hgg.): Akustisches Kapital. Wertschöpfung in der Musikwirtschaft

Wolf-Georg Zaddach

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/1 (1), 194–199.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0114
Book Review | Sprache/Language: Deutsch

2015

Yvonne PRÖBSTLE: Kulturtouristen. Eine Typologie

Birgit Mandel

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/1 (1), 200–202.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0115
Book Review | Sprache/Language: Deutsch

2015

Martin SIGMUND: Komponieren für Events. Zur Rolle der Künste in der Eventkultur

Birgit Mandel

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/1 (1), 203–206.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0116
Book Review | Sprache/Language: Deutsch

2015

Peter BUSS: Fundraising. Grundlagen, System und strategische Planung

Silvan Rüssli

Zeitschrift für Kulturmanagement 2015/1 (1), 207–209.
doi http://dx.doi.org/10.14361/zkmm-2015-0117