Veranstaltung des Fachverbandes

CFP: Diversität messen in der Besucher*innenforschung

18. Februar 2022, 10 – 17 Uhr

 Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung | Berlin 

 4. Workshop der Arbeitsgemeinschaft „Methoden der empirischen 

(Kulturnutzer*innen-)Forschung des Fachverbands Kulturmanagement 

am 18. Februar 2022, 10 – 17 Uhr 

in der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung | Berlin 

Organisation: Institut für Kulturelle Teilhabeforschung 

Diversität taucht aktuell sehr häufig als Begriff in Diskursen auf – nicht nur im Bereich von Kulturpolitik und Kulturmanagement. Es werden dabei unterschiedliche Definitionen von Diversität verwendet, die als Kriterien beispielsweise Geschlecht, Rasse oder ethnische Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Alter, Behinderung und sexuelle Identität beinhalten. Aber auch Kriterien wie soziale Herkunft, soziale und ökonomische Position oder aber das soziale Milieu finden Berücksichtigung. 

Bemühungen von Kultureinrichtungen und Kulturverwaltungen um mehr Diversität bei Personal, Programm und Publikum stellen auch empirische Besucher*innenforschung vor neue Herausforderungen. Bei vielen, wenn nicht sogar bei allen dieser Kriterien stellen sich nämlich die Fragen: Wie lässt sich Diversität innerhalb der Besucher*innenforschung statistisch erheben? Wie können damit auch etwaige Erfolge oder aber auch Misserfolge von Bemühungen um mehr Diversität innerhalb der Besucher*innenschaft empirisch überprüft werden? 

Nicht nur für statistisch Forschende in der Kulturmanagementforschung ergeben sich dadurch aktuell Fragen in unterschiedlichen Dimensionen: 

  • Inhaltlich: Welche Diversitätsmerkmale innerhalb der Besucher*innenschaft sind für die strategische und praktische Arbeit von Kultureinrichtungen und Kulturverwaltung besonders relevant und sollten daher vorrangig untersucht werden? 
  • Technisch: Wie können die verschiedenen Dimensionen von Diversität sinnvoll operationalisiert und in Erhebungsinstrumenten (z.B. in quantitativen Fragebögen) standardisiert werden? 
  • Forschungsethisch: Wie können Fragen in standardisierten Erhebungsinstrumenten (z.B. in Fragebögen) formuliert werden, ohne dass diese von Befragten und Beteiligten als übergriffig oder diskriminierend empfunden werden? Wie können solche sensible Fragen zur Erfassung von Diversität gestellt werden, wenn die Befragungssituation (wie sehr häufig der Fall) in Einrichtungen nicht anonym ist? 

Eingeladen sind Praktiker*innen und Forscher*innen von Masterstudierenden bis Senior-Professor*innen, die ein selbst durchgeführtes Praxisbeispiel oder Forschungsprojekt aus dem Themenfeld der Kulturmanagementforschung oder Nachbardisziplinen präsentieren oder über Erfahrungen in mehreren Projekten referieren. 

Gesucht werden unterschiedliche Zugänge zum Thema. Möglich sind unter anderem: 

  • • Beispiele für erprobte (oder gescheiterte) Erhebungsinstrumente und Fragenformulierungen zur Messung von Diversität aus der Besucher*innenforschung, 
  • • Fallbeispiele, wie Diversitätsstrategien von Kultureinrichtungen mit Blick auf Besucher*innen empirisch untersucht wurden, 
  • • Fallbeispiele für forschungsethische Diskussionen und mögliche Lösungen, die auch in der Besucher*innenforschung Anwendung finden könnten, 
  • • Meta-Untersuchungen zu Diversität und Kultureller Teilhabe, die Impulse für Besucher*innenforschung liefern können. 

Die Veranstaltung ist bislang vor Ort und zu den dann geltenden COVID-19-Maßnahmen geplant in der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung (Spandauer Damm 19, 14059 Berlin, nahe Schloss Charlottenburg). Sollte dies die COVID-19-Pandemie nicht erlauben, wird die Veranstaltung online stattfinden. Die Teilnehmer*innen werden Ende Januar 2022 entsprechend via E-Mail informiert. 

Geplant sind Kurzpräsentationen (20 Minuten) mit anschließender Diskussion. Je nach Art und Umfang der Einreichungen sind auch andere Formate, wie z.B. gemeinsame Entwicklung von exemplarischen Forschungsdesigns möglich. 

Interessierte können bis zum 10.01.2022 ein kurzes Abstract plus Kontaktdaten und Kurzbiografie per Email einreichen. 

Dabei sollen folgende Aspekte thematisiert werden: 

  • • Was ist das Neue, das Sie mit der Arbeitsgemeinschaft gerne diskutieren möchten? 
  • • Welche methodischen Herausforderungen ergaben sich im Verlauf der Forschung? 
  • • Was lief gut? Welche Probleme kamen auf? Welche Lösungen wurden eingesetzt? 

Richtlinien für Abstracts: Max. 350 Wörter, PDF Dokument, A4 Format. Sie werden bis Mitte Januar 2022 über die Beitragsannahme informiert. Teilnehmer*innen tragen Reise-, Verpflegungs- und Übernachtungskosten selbst, Teilnehmergebühren werden nicht erhoben. Bei Fragen zur Veranstaltung oder zur Einreichung von Abstracts können Sie uns gern kontaktieren. 

Kontakt: 

Dr. Vera Allmanritter (v.allmanritter@iktf.berlin), Dr. Thomas Renz (t.renz@iktf.berlin). 

Veranstaltende: 

Institut für Kulturelle Teilhabeforschung (IKTf): Das IKTf liefert Forschungsdaten und ‑berichte auf deren Basis Kultureinrichtungen, Kulturpolitik und ‑verwaltung Strategien für Kulturelle Teilhabe entwickeln können (https://www.iktf.berlin).