Forschungsprojekte

P/ART/ICIPATE. The Matrix of Cultural Production

Von 2011 bis 2014

Dr. Elke Zobl / Siglinde Lang

Künstlerische Interventionen im Spannungsfeld von zeitgenössischer Kunst, kulturellen Managementprozessen und cultural citizenship.

Ausgehend von zeitgenössischen Kunststrategien und -praxen, die einen sozialen und kulturellen Wandel zu initiieren versuchen, untersucht das Forschungsprojekt P/ART/ICIPATE, wie wir uns – als Individuen oder auch als soziale Teilgruppe – in einem Kreislauf von Kultur positionieren, der nicht einem „just happens” (Kultur als kontinuierlich sich – selbst – entwickelnder Prozess und/oder als eine oft von ökonomischen Interessen gesteuerte „Reproduktion”) unterliegt, sondern aktiv mitgestaltet werden kann: Wie können bewusste Eingriffe in den kulturellen Kreislauf vorgenommen werden? Welche Kompetenzen umfasst eine kompetente Teilhabe an den kulturellen Ressourcen der Gesellschaft vor dem Hintergrund ungleicher Machtverhältnisse? Wie können diese ermöglicht und gefördert werden? Wie können Prozesse der Beteiligung und eines weit reichenden gesellschaftlichen Engagements initiiert und – in Hinblick auf Nachhaltigkeit und kulturellen Wandel – in ihrer Zirkulation unterstützt werden? Und an welchen spezifischen Knotenpunkten der kulturellen Bedeutungsproduktion bedarf es dieser reflektierten Interventionen und Prozesse der Beteiligung, sodass eine aktive Mitgestaltung auch nachhaltig Kultur gestaltet?

Basis unserer Forschungsarbeit ist, in einem (ersten) Analyseverfahren diese Matrix kultureller Produktionen systematisch und in Hinblick auf die Bedeutung und Rolle kulturell intervenierender zeitgenössischen Kunstproduktionen zu erfassen. Ausgangspunkt bildet die konkrete Analyse und folglich theoretische Weiterentwicklung des „Circuit of Culture”: Im Kontext des cultural citizenship-Diskurses und mit Intention der Generierung eines kulturellen Mehrwerts soll diese Matrix kultureller Produktion systematisch erfasst und modelliert werden. Ziel dieser Modellentwicklung ist, abzubilden, an welchen Schaltstellen kollaborative Methoden sowie partizipative Maßnahmen notwendig sind, damit eine nachhaltige öffentliche Zirkulation und Etablierung einer Werteverschiebung ermöglicht werden kann. Wie diese Instrumentarien angelegt sein müssen, wird in Form einer Toolbox erarbeitet.

Mehr Infos:
http://www.w-k.sbg.ac.at/contemporary-arts-cultural-production/forschungsprojekte/participate-the-matrix-of-cultural-production.html