Forschungsprojekte

Making Art, Making Media, Making Change

Von März 2014 bis Juni 2015

Ass.-Prof. Dr. Elke Zobl

Das Wissenschaftskommunikationsprojekt zielt darauf ab, Jugendlichen, vor allem Mädchen und jungen Frauen in der Altersgruppe 12 bis 26 Jahre, ermächtigende Perspektiven und niedrigschwellige Handlungsräume als aktive kulturelle und mediale Produzent_innen zu eröffnen und Prozesse des Fragen-Stellens sowie eines machtkritischen Denkens auszulösen. Eine Toolbox mit künstlerisch-pädagogischen und archivarischen Materialien wird für die Vermittlung entwickelt und der interessierten Öffentlichkeit – v.a. Multiplikator_innen – langfristig frei zugänglich gemacht.

Das Projekt basiert auf dem Einzelprojekt „Feministische Medienproduktion in Europa” und stellt Zusammenhänge zu dem Hertha-Firnberg-Projekt „Junge Frauen als ProduzentInnen von neuen kulturellen Räumen” her.

Die beiden Forschungsprojekte haben sich mit unterschiedlicher Fokussierung einer der interessantesten Transformationen in der Jugendkultur seit den 1990er-Jahren gewidmet: Nämlich der steigenden Zahl an jungen Menschen, vor allem an Mädchen und jungen Frauen, die selbstinitiativ und in kollektiven Strukturen zu aktiven kulturellen und medialen Produzent_innen wurden. Die Forschungsprojekte haben gezeigt, dass sie mit ihren eigenen Produktionen und Netzwerken neue Räume – und damit Handlungsmöglichkeiten öffnen, die durch eine partizipative Kultur, selbst-organisiertes, kollaboratives Lernen in informellen Kontexten, lokale, transnationale und virtuelle Kommunikation und Vernetzung, Aktivismus und zivilgesellschaftliches Engagement geprägt sind.

In diesem Sinn geht es in dem Wissenschaftskommunikationsprojekt zum einen darum, dass Jugendliche, Mädchen und junge Frauen durch die eigene kulturelle und mediale Produktion eine aktive und kreative Rolle in der Gestaltung ihrer Umgebung einnehmen und selbstdefinierte Räume schaffen. Darüber hinaus werden Multiplikator_innen mit künstlerisch-pädagogischen Materialien dauerhaft bei Vermittlungsprozessen kultureller und medialer Produktionspraktiken unterstützt. Der Bezug zu den Forschungsprojekten wird über drei Themenstränge hergestellt: (a) Alternative Medien, (b) Partizipative Kultur, und (c) Neue soziale Bewegungen am Beispiel der Frauenbewegung.

Geplant sind zahlreiche österreichweite mobile Zines on Tour: Culture & Media Picknicks sowie ein Grrrls! Making Art, Making Media, Making Change Camp mit Präsentationen, Diskussionen und Workshops mit Kultur- und Medienproduzent_innen, sowie die Entwicklung von künstlerisch-pädagogischen Materialien und Weiterbildungsangebote für Multiplikator_innen.

Durchgeführt wird das Projekt mit Kooperationspartnern der schulischen und außerschulischen Jugend- und Mädchenarbeit (Make-It: Mädchenzentrum Salzburg, Mona-Net: Mädchen Online Netzwerk Austria, Frauenbüro Stadt Salzburg), Prof. Carmen Mörsch, Institute for Art Education, Zürcher Hochschule der Künste, dem Büro trafo.K, Kultur- und Medienproduzent_innen sowie Studierenden der Universität und Mozarteum Salzburg.

www.makingart.at